Wasser

Update am 07.08.2009 von Martin Mollay

Grundsätzliches
Wasser ist das wichtigste Element zum Überleben, denn ohne das kostbare Naß gibt es kein Leben.
Aus diesem Grund ist für Überlebenswillige, das Finden und Gewinnen von Wasser ein unbedingtes Muß!!

Wasserbedarf
Je nach Klima benötigt der Mensch pro Tag unterschiedliche Wassermengen um überleben zu können.
Des weiteren kommt hinzu, dass der Mensch permanent Wasser verliert auch wenn er nicht aktiv ist.
Hier eine kleine Übersicht:
Urin: etwa 1 Liter
Schweiß: etwa 0,1 Liter
Stuhlgang: etwa 0,2 Liter
Verdunstung über die Haut: etwa 0,4 Liter

Daraus ergibt sich, dass der Mensch in etwa 2 Liter pro Tag benötigt.

Folgende Faktoren können den Wasserbedarf entsprechend anheben:
- Hitze
- Körperliche Anstrengung
- Kälte
- Aufenthalt in größen Höhen
- Verbrennungen
- Krankheit

Verringerung des Flüssigkeitsverlustes
- Alle Körperaktivitäten auf ein Minimum reduzieren
- Je nach Klimazone, den Körper nur bewegen wenn es kühl ist (Bsp.: in der Nacht)
- Aufgabe langsam durchführen um Energie zu sparen
- Kleidung in heißeren Zonen gegebenenfalls anbehalten um unnötige Verdunstung über die Haut zu vermeiden

Mitführen von Wasser
Führen Sie immer aussreichend Wasser mit und bedenken Sie, was alles als Wassertransporter dienen kann.
Metallbehältnisse eignen sich obendrein auch zum Erhitzen.

Wasser finden
Die Natur bietet uns eine Vielzahl von Hinweisen wo wir überall Wasser finden können:
- Instektenschwärme  (Bienen und Ameisen geben gute Hinweise)
- Vögel (Versammlungen geben möglicherweise gute Hinweise)
- Vegetation (wenn die üppig ist)
- Tiere (Weidende Tiere, jedoch keine Raubtiere, diese entnehmen die Flüssigkeit auch aus ihrer Beute)
- Saftige Grasbüschel
- Tierspuren
- Quellen und Sickerstellen
- Vogeldung an Gesteinspalten (mit Strohhalm kann man eventuell zum Wasser gelangen)
- Talböden (Feuchtstellen abgraben)

Erkennungsmerkmale für schlechtes Wasser
- übler Geruch
- Schaum und Blasenbildung
- verfärbtes Wasser
- ungesund aussehnder Bewuchs bei stehenden Gewässern
- keine Lebewesen im Wasser
 
 
Methoden der Wassergewinnung
 
Sonnen-Destillieranlage
 
Die Sonne bringt das in der Erde gespeicherte Wasser zum Verdampfen, welches auf der Folie kondensiert und in den Behälter tropft.
Das Loch sollte 90 cm breit und 60 cm tief sein.
Der Behälter wird mittig positioniert. Danach wird eine Plane über das Loch gespannt und mit einem Stein beschwert. Der Stein bewirkt, dass das Wasser auch wirklich im Behälter landet.
Mit dieser Methode lässt sich ca. 1 Liter Wasser pro Tag gewinnen.

Pflanzenbeutel
 
Einfach frisches Laubwerk oder andere Laubpfanzen in einen großen Plastikbehälter geben, zuschnüren und in die Sonne legen. 
Das Wasser könnte unter Umständen auch etwas bitter schmecken.
Es ist ausserdem darauf zu achten, dass keine giftigen Pflanzen verwendet werden.
 
Sedimentgrube

Beim Filtern ist zu beachten, dass im wesentlichen nur feststoffliche Partikel aber keine Keime gefiltert werden können und in dem Sinn das Wasser danach nicht rein ist.
Die Methode eignet sich gut, wenn Sie einen stark verschmutzten Teich vorfinden. Graben Sie einfach ein Loch neben der Wasserquelle und  lassen Sie das Wasser durch das Erdreich sickern.
 
 
Wasserfilter
 
Eine andere Möglichkeit zu filtern ist einfach einen zu bauen.
Verwenden Sie 3 gleich lange Stangen und ein paar Tücher (T-Shirts, Dreieckstücher, ...) und bilden Sie daraus Filterebenen.
Je mehr Schichten Sie bauen um so besser.

Holzkohle wirkt in der Regel geruchsneutralisierend.
Das gefilterte Wasser kann im Bedarfsfall mehrere Male durch den Filter geleert werden.

Zusatz:
Wenn Sie die Möglichkeit haben, kochen Sie das Wasser mindestens 10 Minuten ab, damit sollten die meisten Keime unschädlich gemacht werden.
Eine andere Möglichkeit wäre eine Entkeimungstablette.

 


 
 
Dunstbeutel

Der Baum funktioniert in der Regel wie der Mensch - er verdunstet Flüssigkeit.
Dieses Tatsache kann man sich zu Nutze machen, indem man einfach einen Plastikbeutel um einen Busch oder Zweig mit Blattwerk bindet. Der Beutel sollte luftdicht verschlossen sein und am unteren Ende beschwert werden, damit sich das Wasser ansammeln kann.

Zusatz:
Verwenden Sie jeden Tag einen neuen Zweig.

Baumstammwickel

Diese Methode kann verwendet werden wenn es regnet.
Einfach ein Kleidungsstück um einen Baum wickeln und einen Auffangbehälter darunter stellen.


 

Weitere Tipps und Tricks

Morgentau
sammelt man am besten indem man sich Tücher um die Beine wickelt und einfach durchs Gras streift. Wenn der Stoff mit Wasser gesättigt ist einfach ausdrücken und den Vorgang wiederholen.

Lianen und Wurzeln
Meterlange Stücke abschneiden und senkrecht in ein Gefäß stellen. Das Wasser kann so leicht abrinnen.

Birkenzweige
geben im Frühjahr besonders viel Wasser ab. Einfach Birkenzweige kappen und den Saft herauslaufen lassen.
WiCHTIG! Verzichten Sie auf milchige Säfte von Bäumen - diese können unter Umständen zu Verätzungen führen!
 
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